Reise blog von Travellerspoint

Laos - Mönche, schöne Landschaften und Beerlao

Erholung pur im Land der 1000 Elefanten und 4000 Inseln

sunny 32 °C

Nach einer abenteuerlichen Busreise erreichten wir morgens um 6 Uhr die laotische Grenze. Im Halbschlaf hatte man schon die Serpentinen gemerkt, die der Bus erklommen hat. Als wir aus dem Bus ausgestiegen sind befanden wir uns mitten im Dschungel und da es im Gegensatz zu feucht heißen 35 Grad in Hanoi recht frisch war, mussten wir wohl irgendwo in den Bergen sein. Auf jeden Fall konnte man mal wieder richtig durchatmen, zumal es auch im Bus feucht warm war – nachdem alle klatschnass vom Monsun in Hanoi eingestiegen waren.
Da die Grenze erst um 7 öffnete mussten wir noch etwas Zeit überbrücken, aber außer einer "Toilette" und einem kleinen "Restaurant", in dem die Vietnamesen ihr typisches Frühstück - Rindfleischnudelsuppe - geschlürft haben, gab es nicht viel. Pünktlich um 7 gings dann los – zu Fuß über die Grenze, zusammen im Pulk mit den anderen Backpackern. Erst einen Ausreisestempel abholen und 2 Dollar bezahlen, dann einen Kilometer zu Fuß - nicht recht wissend ob der Bus nachkommt – um dann auf der anderen Seite das Visum für Laos zu beantragen und zahlen - und schon waren wir nach Laos einmarschiert.
Dass wir mitten im Dschungel waren haben wir nicht nur an der Weiterfahrt gemerkt, sondern auch an 2 Tieren die wir gesehen haben: ein quietschgrüner Riesengrashüpfer am Visumsschalter, der bestimmt 15cm lang war und einem unbeschreiblichen Tier, das so aussah als würde es aus ganz vielen zusammengesteckten hauchdünnen Streichhölzern bestehen, ohne dass man dabei einen wirklich Körper gesehen hat.
Nachdem wir den ganzen Abend nichts gegessen hatten, haben wir uns an der laotischen Grenze noch mit ein paar Köstlichkeiten, wie zum Beispiel frittierten Bananen und Süsskartoffeln oder Algenchips eingedeckt (lecker!).

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Auf dem Weg nach Vientiane konnten wir dann einen ersten Eindruck von Laos gewinnen: Wir sind durch eine sehr grüne und hügelige Landschaft gefahren, die "Häuser" waren zum Großteil sehr einfach und die Menschen auf den Straßen sahen fröhlich und zufrieden aus. Bei einem Zwischenstopp in einem wie gewohnt recht runtergekommenen Familienbetrieb-Restaurant haben wir einen ersten Test der eher unspektakulären laotische Küche gewagt, während uns der Vater seine Bong rüberschob weil er wollte das man mit ihm "raucht". Als wir nochmal in den Hof aufs Plumpsklo (mit Handspülung) wollten, haben gerade die niedlichen Kinder des Restaurants etwas mit einem langen speziell zugeschnitzten Stock von den hohen Bäumen gepflückt. Es sah aus wie Litschis und nachdem wir die Kinder neugierig beobachtet haben, schenkten sie uns schüchtern und kichernd ein paar Früchte – da fühlten wir uns direkt willkommen in Laos. Später haben wir herausgefunden, dass es sich bei den Früchten um Longan handelt (etwas kleiner als Litschis, dafür einen größeren Kern und nicht ganz so süß, aber trotzdem sehr lecker und einfach was Neues).

Vientiane
Angekommen in Vientiane sind wir mit dem Tuk tuk zu unserem Hotel gefahren. Dort mussten wir allerdings feststellen, dass wir nicht für Juni reserviert hatten, sondern für Juli – ja das kann halt mal passieren, wenn man so lange unterwegs ist und es einem eigentlich egal ist welcher Tag oder welcher Monat im Moment ist... Da kein Doppelzimmer mehr frei war haben wir ein Einzelzimmer genommen, mussten allerdings den gleichen Preis bezahlen, was eigentlich eine ganz schöne Frechheit war. Uns wars aber nach der langen Busfahrt auch egal, da wir einfach nur Duschen wollten und dann ganz schnell was leckeres essen. Vientiane ist zwar die Hauptstadt von Laos und hat auch 0,5 Mio. Einwohner, trotzdem geht alles wesentlich gemütlicher zu als in Vietnam und man kann ganz entspannt durch die Straßen laufen. Auf dem Weg in die Innenstadt sind wir an ein paar hübschen Tempeln vorbeigekommen und sind dann direkt in ein französisch-laotisches Restaurant. Die französischen Einflüsse resultieren aus der Kolonialzeit und sind auch heute noch deutlich in Laos zu spüren. So gibt es zum Beispiel einige französische Patisserien und hier und da wird auch französisch gesprochen. Nach dem Essen haben wir dann noch ein paar neue Freunde getroffen, die wir im Bus kennengelernt hatten und haben gemeinsam ein Bierchen getrunken. Das „Beerlao“ kommt aus der staatlichen Brauerei und schmeckt ziemlich lecker. Das ist auch gut so, denn es gibt keinerlei Möglichkeit ein anderes Bier zu kaufen, da es in Laos keine andere Brauerei geben darf und die Importzölle extrem hoch sind und so quasi nirgends ein anders Bier verkauft wird. Der Hauptanteil von Beerlao besteht übrigens aus Jasmin-Reis, dazu noch Hopfen und Hefe die aus Deutschland importiert werden.
Zum Nachtisch noch einen leeeckeren Schoko-Banane Crêpe von einem der unzähligen fahrenden Strassenverkäufern, natürlich ebenfalls aus Reis hergestellt, eben typisch laotisch.

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Vang Vieng
Nach einem ausgiebigen und leckeren Frühstück (auch hier gab es wie in Vietnam leckere Pancakes mit frischen exotischen Früchten und zur Abwechslung auch mal ein französisches Croissant, aber leider war der erste laotische Kaffee nach dem guten vietnamesischen sehr enttäuschend), das zumindest ein bisschen für das kleine Bett entschädigt hat, gings per Minibus weiter nach Vang Vieng. Die meisten Straßen in Laos sind nicht asphaltiert und so wurde es eine sehr holprige und staubige Fahrt, obwohl es eine Hauptstrasse ist, bis in das kleine Vang Vieng, das auf den ersten Blick wie ein kleines verschlafenes Örtchen in einer traumhaften Landschaft aussieht. Wenn man aber genauer hinschaut merkt man sehr schnell, dass hier fast gar nichts normal ist, außer der schönen Landschaft. Vang Vieng hat sich in den letzten Jahren zum Partymekka von Laos verwandelt und ist vor allem für sein Tubing und die überall erhältlichen Happy-Shakes und Happy-Pizza berühmt.
Angekommen in Vang Vieng haben wir uns erstmal einen halbwegs fahrtüchtigen Roller geliehen um die Landschaft zu erkunden. Was wir gesehen haben war wirklich toll: die Stadt ist umgeben von Karstfelsen, die ähnlich wie in der Halongbucht aussehen und alles ist saftig grün. Allerdings mussten wir auf halber Stecke umdrehen, da es zu regnen angefangen hatte. Wir konnten daher leider nicht mehr die vielen Höhlen in der Felslandschaft erkunden, die teilweise herrliche türkisene Swimmingpools sein sollen. So wurde auch aus dem Tubing nichts, worüber wir im Nachhinein eigentlich ganz froh waren. Beim Tubing fährt man in einem aufgeblasenen LKW-Reifen flussabwärts und kann immer wieder bei den Bars am Rand anhalten (man wird mit einem Seil an Land gezogen). Dort gibt es Alkohol und Happy-Shakes zu Schleuderpreisen. 1 Liter Whisky mit Cola kostet ca. 1 Euro. Dazu gibt es Felsen, Rutschen, ... Das Krankenhaus in Vang Vieng ist übrigens das größte Gebäude im ganzen Ort und wir haben nirgendwo sonst so viele verletzte und nicht mehr ganz nüchterne Reisende (insgesamt eher noch im Teenie Alter) gesehen… Diese trifft man auch in den zahlreichen Bars im Ort, dort hängen sie ab und glotzen vom Frühstück an bis tief in die Nacht die Ami-Serien Friends, Family Guy und How I met your Mother - in JEDER Bar/Restaurant! Nach dem Tubing humpeln sie leichtbekleidet im Bikini in den Ort - für die religiösen Einheimischen eine echte Zumutung! Uns hats nach einer Nacht gereicht und wir sind weitergefahren, Richtung Norden nach Luang Prabang.

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Luang Prabang
Die sechsstündige Fahrt ins eigentlich gar nicht so ferne Luang Prabang ging ziemlich in den Magen... ein einziges Geschlängel durch die Berge! Aber die einmaligen Aussichten über die Berge und grünen Täler und Einblicke in das laotische Dorfleben haben entschädigt! Überall waren kleine Siedlungen in den Bergen, ein paar einfache Bambushäuschen direkt an der Strasse, freilaufende Hühner, ausgebreitete Chilis zum Trocknen, kaum bekleidete spielende glückliche Kinder, alte Frauen die schwer bepackt von der Ernte oder einem anderen Dorf zurückkamen, Duschsessions ganzer Grossfamilien unter dem einzigen Wasserfall des Dorfes oder der einzigen Wasserstelle... - alles Leben fand direkt an der Strasse statt, alles war sehr, sehr einfach und ursprünglich - und die Menschen wirkten absolut glücklich und zufrieden.

Luang Prabang ist das komplette Gegenteil von Vang Vieng:
Hier ist alles sehr ruhig und beschaulich und der ganze tiefenentspannte Ort ist von seinen zahlreichen hübschen Tempeln und Mönchen geprägt. Hier haben wir 5 ganz entspannte und doch zum Teil spannende Tage verbracht.

Luang Prabang liegt im laotischen Hochland umgeben vom Mekong mit einem sehr warmen aber angenehmen Klima. Alles ist schön grün und in der ganzen Stadt findet man zahlreiche blühende Bäume wie zum Beispiel den Frangipani Baum mit seinen weißen Blüten, der herrlich durch die Strassen duftet. Auch die ganz in orange gekleideten Mönche sind allgegenwertig und können morgens um 6 Uhr beobachtet werden, wenn Sie durch die Straßen gehen und auf dem Weg in ihr Kloster von den Frauen des Dorfes Opfergaben empfangen. Zurecht wurde die alte Königsstadt von Laos zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt, die mit ihren 32 (!) buddhistischen Klöstern und Tempeln und der französischen Kolonialarchitektur einen ganz besonderen Charme und ein schwer zu beschreibendes Lebensgefühl ausstrahlt.
Charakteristisch für die netten Gassen der Stadt sind die niedrigen, aneinander gereihten 2-stöckigen Kolonialhäuser mit grossen Holz-Balkonen und -verandas, bunten Fensterläden und anderen Holzverzierungen. In solch einem Haus mit eigenem kleinen Balkon in den Palmengarten haben wir auch gewohnt.
Gleich am ersten Tag haben wir uns mal wieder ein Fahrrad geliehen und eine ausführliche Tempelerkundung gemacht. Diese sind hier besonders alt und schön geschmückt und herrlich ruhig und friedlich, wie die ganze Stadt.

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Da wir schon eine ganze Zeit lang wissen wollten, woher der Reis eigentlich kommt und was die ganzen Bauern in den Reisfeldern machen, haben wir uns für einen Reis-Workshop angemeldet. Dort wurden uns die 14 Schritte erklärt wie man Reis sät, aufwachsen lässt und erntet. Das ist wirklich ein Knochenjob. Wir mussten zum Beispiel mit einem Wasserbüffel ein Feld umpflügen in dem man bis über die Knie im Schlamm steckt. Alles in allem wächst der Reis ähnlich wie andere Getreidesorten, nur dass der Boden extrem feucht und matschig sein muss. Es war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung, den Reisprozess von den Einheimischen erklärt zu bekommen. Ein absolutes Highlight war dann auch unsere Elefantentour. 2 Stunden mit einem Elefanten durch den laotischen Dschungel und anschließend noch baden mit dem Elefant im Mekong – einfach unbeschreiblich. Am Anfang saßen wir auf dem Rücken des Elefanten und ein einheimischer Elefantenführer (Mahout) auf dem Kopf direkt hinter den Ohren. Doch nach einer Weile ist er abgestiegen um Fotos zu machen und Sonja "musste" in den Nacken sitzen und den Elefanten mit seinen fliegenden Riesenohren führen. Immer wieder hat der Elefant nebenher riesige Pflanzen abgerissen und ganze Äste verschlungen. So ein Elefant ist unglaublich groß, wenn man ihn von so nahem sieht und unglaublich kräftig – für uns war der Ritt auf dem Elefanten ein unglaublich tolles Erlebnis, das wir sicherlich nicht so schnell vergessen werden.

Trotz zahlreicher Touristen, die man aber weniger stark wahrnimmt als an anderen Orten, konnte Luang Prabang seinen Charme behalten und wirkt wie aus einer anderen Zeit. Die Einheimischen führen ein einfaches und bescheidenes Leben, sind aber immer fröhlich und freundlich und sehen nicht nur das Geld der Touristen, sondern strahlen einfach Gelassenheit und Entspannung aus. Vor allem auf den zahlreichen Märkten, auf denen man das Übliche und frisch zubereitetes Essen und Souvenirs kaufen kann trifft man die lokale Bevölkerung.
Auch das Essen war sehr lecker. Neben den üblichen Reis-Hühnchengerichten und Suppen, die uns fast immer sehr gut geschmeckt haben, gab es auch einige französische Restaurants und Bäckereien mit zahlreichen Leckereien.

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4000 Mekong Inseln
Nun waren wir weit oben im Norden des Landes, wollten als weiteren Laos-Höhepunkt aber nach Si Phan Don - ganz runter in den Süden.
Da wir nicht nochmal nach Vientiane wollten, haben wir uns dazu entschieden die komplette Strecke von Luang Prabang zu den 4000 Inseln in einem Schwung zu machen: Tuk tuk, Reisebus nach Vientiane, Tuk tuk von einem Busterminal zum nächsten am anderen Ende der Stadt, mit dem KING OF BUS Schlafbus nach Pakse, Tuk tuk zum Minibus, Minibus zu den 4000 Inseln und dann noch mit dem Boot zu unserer Insel „Don Det“.

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Nach fast 2 Tage auf der Straße sind wir dann endlich angekommen und es hat sich gelohnt! Allerdings stellte sich die gebuchte Unterkunft als ziemlicher Flop heraus. Alles war komplett verlassen und verdreckt und auch kein Restaurant auf das wir uns so gefreut hatten, weil es im Internet von allen gelobt wurde. Nach einem kleinen Fahrradausflug rund um die Insel (in einer Stunde kann man einmal seeehr entspannt rundrum fahren) haben wir dann aber eine schöne, sehr einfache Unterkunft gefunden. Die 4 Euro/Nacht für die erste Unterkunft haben wir dann trotzdem brav gezahlt, und auch die Unterkunft die wir gefunden haben kostete nur 4 Euro/Nacht. Insgesamt war eigentlich fast alles in Laos sehr günstig und so haben wir es uns auf Don Det sehr gut gehen lassen.
Don Det ist eine von den sogenannten "4000 Inseln" (Si Phan Don), die sich in Südlaos befindet, mitten im Fluss Mekong, einer der Lebensadern in Südostasien. Am Anfang waren wir etwas skeptisch hier her zu kommen, da wir gehört hatten, es soll zum Teil ähnlich wie Vang Vieng sein. Das war aber überhaupt nicht so. Außer ein paar Happy-Shakes auf den Getränkekarten erinnerte nichts an das Partydorf in Nordlaos. Don Det hat vielleicht 50 Einwohner und bis vor ein paar Jahren gab es hier noch nicht einmal Strom. Auch heute findet man hier lediglich ein paar Rucksacktouristen, die die Ruhe und Abgeschiedenheit auf den Inseln geniessen. Gewohnt haben wir bei Mr. Phao, einem sehr netten Laoten, der mit seiner ganzen Familie und seinen unzähligen Kindern im Haupthaus gewohnt hat und 6 Bungalows auf Stelzen direkt am Wasser mit Veranda und Hängematten vermietet. Alles sehr einfach, nur ein großes Bett ein kleines Bad mit Kaltwasser und Handklospülung, aber mehr braucht man mitten im Paradies auch nicht, außer vielleicht die herrlichen Pancakes mit Banane oder Ananas, die es jeden Morgen gab. Selbst ein paar kleine "Mitbewohner" konnten uns nicht stören.

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Bei konstanten 30 Grad und Sonne pur haben wir außer ein paar Fahrradtouren nicht wirklich viel gemacht. Auf der ganzen Insel gibt es nämlich außer ein paar Tuk tuks keine Autos. Auf den schmalen Sandwegen, die über die ganze Insel verteilt sind und auch einmal außen herumführen, konnte man prima Fahrradfahren und die ganze Insel sowie die Nachbarinsel per mautpflichtiger Mini-Brücke erkunden. Dort gab es einige hübsche Tempel und einen Wasserfall, der die Franzosen zu Kolonialzeiten daran hinderte, den Mekong flussaufwärts zu schippern. Deshalb haben Sie über die komplette Insel eine Eisenbahnstrecke gebaut, von der noch heute einige Teile übrig sind.
Bei einer der Fahrradtouren zur Nachbarinsel haben wir dann auch einen Ausflug mit dem Boot gemacht, um die sehr seltenen Irrawaddy Delfine zu sehen – Süßwasserdelfine die im Mekong schwimmen. Sehr witzig war, dass der Mekong an dieser Stelle die Grenze zu Kambodscha bildet und wir 2 Euro Grenzgebühr zahlen mussten, die unser Bootsman auch gleich auf der anderen Seite des Flusses abgegeben hat. Unser "Guide" war vielleicht 15 Jahre alt und immer schrecklich aufgeregt, wenn er einen Delfin entdeckt hat oder als er uns erzählt hat, dass auf der anderen Seite des Flusses „Cambodia“ ist. Die Delfine hat man nur aus der Ferne sehen können, aber es war trotzdem ein tolles Erlebnis diese seltenen Tiere zu sehen und laut ausatmen zu hören.
Vor allem die unzähligen Kinder auf Don Det waren sehr niedlich und herzlich und haben einen immer mit einem freundlichen „Sabaidee“ begrüßt, wenn man mit dem Rad an Ihnen vorbeigefahren ist. Das Leben der Bewohner spielt sich quasi komplett im Freien ab, sie spielen draussen, arbeiten draussen auf den wenigen Feldern, treiben ihre Wasserbüffel über den einzigen Inselweg, sitzen gemeinsam vor ihren Hütten, treffen sich mit ihren Hähnen zum Hahnenkampf, ruhen auf alten Bettgestellen im Freien aus...

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Und dann war da natürlich noch die Fussball-EM. Es hat uns doch ziemlich überrascht, was für eine Fussballeuphorie in Asien herrscht und vor allem für den europäischen Fussball. Das haben wir schon in Vietnam gemerkt, wo auf mehreren Kanälen alle Spiele nachts um 1 oder 2 Uhr übertragen wurden und in zahlreichen Bars und Häusern die Fernseher liefen. Auch Mr. Phao war ein großer Fussballfan und hat sich die Nächte um die Ohren geschlagen, so dass er uns alle Details beim Frühstück erzählen konnte. Das Halbfinale Deutschland – Italien wollte ich (Andi) mir natürlich auf keinen Fall entgehen lassen und das Spiel mit Mr. Phao anschauen. Anstoss war nachts um 1.45 Uhr, nur hat es um Mitternacht so zu regnen angefangen, dass auch der kurze Weg von unserem Bungalow zum Haupthaus nicht so einfach zu bewältigen war. Etwas nass habe ich es dann aber doch zu Mr. Phao geschafft, der schon mit einem Freund aus dem Dorf vor dem Fernseher wartete. Wie groß die Fussballbegeisterung in Asien ist, hat sich mir dann deutlich gezeigt, als ein weiterer Freund auf dem Roller ankam. Er ist über die ganze Insel gefahren und kam völlig durchnässt an – nur um sich in Laos mitten in der Nacht ein Fussballspiel zwischen Deutschland und Italien anzuschauen. Das hat mich ziemlich beeindruckt, nur auf seine Frage wo ich denn herkomme, wollte ich beim Spielstand von 0:2 nicht mehr so wirklich antworten. Aber die Niederlage war so schnell vergessen, wie das Unwetter in der Nacht, denn am nächsten Tag hatten wir wieder strahlenden Sonnenschein. Unseren letzten Abend haben wir dann nochmal in unserem Stammrestaurant verbracht. Die Terrasse war auf Stelzen gebaut und ragte über den Mekong. Hier war es herrlich entspannt, mit vielen Kissen und Hängematten und wir kamen fast jeden Abend hierher, um lecker zu Essen und eine Partie Kniffel zu spielen. Am Ende hat uns Mr. Phao noch ein laotisches Freundschaftsbändchen geschenkt - wir wurden also so freundlich verabschiedet wie wir empfangen wurden. Wir werden immer gerne an die Zeit in Laos zurückdenken und hoffen dass sich das Land durch den Tourismus zu schnell verändert.

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Von Don Det aus ging es weiter über Pakse nach Ubon Ratchathani in Thailand, da wir von dort aus einen günstigen Flug nach Bali via Phuket (Thailand) gefunden haben. Also erstmal 6 Stunden mit dem Bus nach Ubon, dann übernachten, weiter mit dem Flugzeug nach Phuket, kleiner Standspaziergang, der sich aber nicht wirklich gelohnt hat, nochmal übernachten und dann früh Morgens nach Bali. Klingt vielleicht etwas umständlich, war aber sehr interessant und die Flüge mit Air Asia sind einfach unschlagbar günstig.

Eingestellt von Sondi 06:34 Archiviert in Laos Tagged laos vientiane luang_prabang don_det 4000_islands vang_vieng

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