Reise blog von Travellerspoint

Bunte Inselwelt.

Bali und Lombok

sunny 30 °C

Der Flug von Thailand nach Bali bot tolle Aussichten auf unzählige Inselchen, Strände und Vulkane... – Indonesien aus der Luft sah schon mal wunderschön aus.
Bali ist die westlichste der kleinen Sundainseln, liegt zwischen den Inseln Lombok und Java, der bevölkerungsreichsten indonesischen Insel. Bali ist die einzige Region außerhalb Indiens, Nepals und Mauritius' mit einer hinduistischen Bevölkerungsmehrheit – und somit im größtenteils muslimischen Indonesien ein Exot. Die starke Präsenz der Religion auf Bali erfasst einen sofort und verleiht der Insel eine ganz besondere Atmosphäre. „Religion ist Leben und Leben ist Religion auf Bali“. Der Famielienzusammenhalt und jede Dorfgemeinschaft basiert hier auf sehr ausgeprägtem religiösen Glauben. Die bunte und sehr anfassbare religiöse Atmosphäre, die vielen Riten und Ausprägungen des balinesischen Hinduismus die dem Auge geboten werden sind faszinierend: Blumengestecke, geschmückte Tempel, Opfergaben, Gewänder, Gebete, exotische Blumen, Tänze, eingekleidete Tempelwächterfiguren, Heiligenwaschungen, Tempelfeste, Räucherstäbchen und Musik wohin man auch geht und schaut.
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Das tägliche Leben, die Kultur und die Kunst sind sehr stark von der Religion geprägt, sie ist eigentlich immer präsent egal wohin man geht. Selbst im noch so kleinen Imbiss ist ein Schrein mit täglich frischen Opfergaben. Läuft man an Geschäften vorbei, in eine Wäscherei hinein oder durch einen Familien Compound muss man immer aufpassen wohin man tritt – alle paar Meter findet sich ein buntes Canang mit einem niedergebrannten Räucherstäbchen darin. Das sind die typischen Schälchen aus Bananenpalmenblättern, gefüllt mit leuchtend bunten Blumen und Reis – manchmal auch mit Früchten, Süßigkeiten, Münzen oder Zigaretten! Sie werden täglich neu gemacht. Bei uns im Homestay hat eine der Töchter die Canangin großer Auflage aus Palmenblättern gebastelt. Dafür saß sie einen ganzen Morgen lang in einer Ecke umgeben von Palmblätterbergen – und hat diese zu Körbchen geformt - und dann mit einem Tacker getackert... irgendwie lustig.
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UBUD
Angekommen auf Bali wurden wir - ganz nobel - persönlich von dem Fahrer unseres vorab gebuchten Homestays am Flughafen abgeholt - als wären wir auf einer Pauschalreise, wie alle anderen Touristen hier ;-). Praktisch, denn so haben wir bereits auf der Fahrt nach Ubud, unserer ersten Station auf Bali, eine Einführung und Infos zu allem was man draußen so sah bekommen. Zum Beispiel, dass gestern der Tag des „heiligen Bleches“ war, daher hingen an allen Autos aber auch Motorrollern kleine Blumengestecke. Und natürlich haben wir hier auch das erste Mal die typischen balinesischen magischen Gamelan-Klänge gehört, die nach einer anderen exotisch-verträumten Welt klingen. Gamelan ist die traditionelle indonesische Musik, deren Orchester hauptsächlich aus Metallophonen und Gongs, aber auch Trommeln, Flöten etc. bestehen. Die Musik klingt für unsere Ohren ganz fremd, weil sie nicht die westliche Tonleiter, sondern ihre eigenen Tonleitern in unterschiedlichen Stimmlagen nutzt. Dass wir (gefühlt oder wirklich?) ein und die selbe Kassette bei jeder weiteren Fahrt durch Bali im Autoradio hören würden – mal mehr mal weniger eiernd - wussten wir da noch nicht...;-)

Wir haben in einem sogenannten family compound in einem Homestay gewohnt: die Balinesen wohnen als Großfamilienverbund, in einem Komplex umgeben von Lehmmauern in mehreren kleinen, recht offenen Gebäuden rund um einen oder mehrere Familientempel, wo sie Zeremonien abhalten und dreimal täglich opfern. So reiht sich in jeder Straße Familienwesen dicht an Familienwesen, immer umgeben von hohen Mauern, einem großen Eingangstor und immer mit einem Tempel in der Mitte. So kommt die Insel auch auf die stolze Zahl von 20.000 Tempeln! Hier hatten wir ein einfaches Zimmer mit einer einzigartig geschnitzten Tür und einem Balkon vor dem Zimmer mit Blick über den Familien-Tempel und die umliegenden Compounds, wo uns jeden morgen ein hausgemachtes Frühstück nach Wahl serviert wurde – natürlich mit leckerem balinesischen Kaffe, der wie der türkische Mokka in der Tasse gebrüht wird und somit schön stark ist.
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Ubud liegt im Landesinneren inmitten ländlicher Umgebung und fantastischen Reisterassen, aber nur etwa eine Stunde von der Hauptstadt entfernt. Ubud ist das Handwerks- und Kunstzentrum Balis, unzählige ausländische Künstler und Intelektuelle haben sich hier schon seit den 30er Jahren niedergelassen um das „echte Bali“ kennenzulernen. So ist der kleine Ort vielleicht das Expats-Mekka Balis und wohl spätestens seit dem Buch Eat, Pray, Love nicht mehr so wie dort beschrieben... Trotzdem ist es noch niedlich und charmant und ein perfekter Ort um Bali kennenzulernen. Die Insel ist nämlich relativ klein, so dass man bei Tagestouren von Ubud aus ganz bequem viel von der Insel erkunden kann.
So haben wir am zweiten Tag die berühmten Reisterassen rund um Ubud per Moped erkundet – nach dem mutigen Verlassen der Hauptstraßen bergab bergauf durch Mini-Dörfer, vorbei an Feldern und durch Wälder fanden wir: Bali aus dem Bilderbuch.
Die Reisterassen sind tatsächlich wunderschön!
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Auf einigen Reisfeldern haben wir schwarze verkohlte Stellen entdeckt - anders als in Laos und Vietnam werden hier die abgeernteten Reisfelder nach dem Austrocknen abgebrannt, die dabei entstehende Asche soll gut für den Boden sein. Auch in den Reisfeldern sieht man kleine Schreine und Opfergaben, um die Reisgöttin zu ehren und so für eine reiche Ernte zu sorgen.
Unterwegs haben wir Arbeiter in ihren Reisfeldern gesehen, mussten den zum Trocknen ausgebreiteten Reis auf den Dorfsträsschen umkurven, haben unzählige ausgelassene Kinder beim Spielen in der Natur getroffen, die rundum glücklich schienen und unbedingt fotografiert werden wollten – die Einheimischen , die wir bei dieser Tour getroffen haben, hatten einfach immer ein sehr breites, freundliches Grinsen oder eine nette Wegauskunft parat.
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Ubud ist nichts aufregendes aber einfach nett mit unzähligen gemütlichen Cafés, Restaurants, Lädchen, aber leider ist es auch sehr anstrengend durch die Sträßchen ohne wirklichen Bürgersteig aber mit lauter Schlaglochfallen zu „schlendern“. Die vielen Touristen sieht man natürlich in den unzähligen Tempeln, dem Königspalast und hauptsächlich rund um den Affenwald der mitten in der Stadt ist – in und um diesen Wald mit Tempel laufen lauter wilde Affen rum die von den Touristen gefüttert werden... haben wir uns gespart. In und rund um Ubud bestehen alle Straßen nur aus Handwerksstätten, Galerien und Kunstläden. Man fragt sich wievielte Touristen hier wohl vorbei kommen müssen, dass sich diese kilometerlange Kunsthandwerksszene lohnt.
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In verschiedenen Warungs, so heißen hier die Garküchen und einfachen Restaurants haben wir erste Begegnungen mit der indonesischen Küche gemacht: klassisch natürlich Sate-Spiesse in leckerer Erdnusssoße oder Nasi Goreng, aber auch leckeren Fisch. Nach einer Weile aber etwas einseitig und für unseren Geschmack nicht so raffiniert wie in Vietnam, weil die frischen Kräuter fehlen und Reisgerichte mit Erdnuss oder Kokos und Krabbenchips irgendwann auch langweilig werden ;)
Natürlich ist auf Bali auch alles (Essen und Alkohol, Bücher, Unterkunft, Massage...) teurer als in unseren ersten asiatischen Ländern, das hat uns aber auch nicht überrascht. Trotzdem kann man es sich hier noch leisten mit einem privaten einheimischen Fahrer einen Tag nach Lust und Laune eine Inseltour oder Sightseeing zu machen, das ist natürlich schon Luxus!
Am dritten Tag haben wir somit einen Ausflug mit dem Bruder unseres „Gastvaters“ gemacht. Sehr netter Guide, wieder lustige Fahrtmusik und schöne Ausblicke.
Wir haben Pura Tirta Empul, ein Tempel mit heiligem Quellwasser besucht. Der ältesten Tempelmauern sind aus dem 10. Jahrhundert und noch heute ist es einer der wichtigsten und heiligsten Tempel und gläubige Hindus kommen von der ganzen Insel wegen des heiligen Wassers hier her – um sich bei Ritualen spirituell zu reinigen oder von Krankheiten zu heilen – besonders bei Purnama, dem Vollmondtag. An einem solchen Tag waren wir zum Glück auch hier, so dass die Anlage - vormittags unter der Woche – ganz voll war von Balinesen jeden Alters die Körbeweise Opfergaben ablegten und Schlange standen um sich im Becken unter den verschiedenen Fontänen, von denen jeder Wasserstrahl eine eigene Wirkung haben soll, zu reinigen.
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Anschließend haben wir den Gunung Kawi Felstempel besucht. Eine königliche Gedenkstätte die in einem Flusstal verborgen liegt so dass man erstmal unzählige Stufen vorbei an Reisterassen in die Tiefe steigen muss. Der etwas zugewachsene, feucht-moosige Tempelkomplex mit neun in Felsnieschen gehauenen Monumenten die von einem Fluss durchtrennt sind, wirkt irgendwie mystisch und ganz anders als die bisherigen Hindu-Tempel, eher ein bisschen wie ich mir Maya-Ruinen vorstelle.
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Schließlich hat uns unser gemütlicher Driver zum Hauptziel unserer Tour gebracht – dem Gunung Batur. Neben dem größten, wichtigsten und heiligsten Vulkan Balis, dem Gunung Agnung, den man von fast jedem Inselfleckchen sehen kann, ist Batur der zweite aktive Vulkan Balis. Der heutige Gipfel des aktiven Vulkans bietet zusammen mit dem vorgelagerten Batur See, dem alten Krater des ursprünglich viel größeren Vulkans, eine wirklich schöne Kulisse - auch wenn wir keinen Rauch gesehen haben :) Auf dem Kraterrand, im Bergdorf Kintamani, haben wir ein nettes balinesisches Mittagsbuffet mit Blick auf Vulkan und See genossen – schön. Trotzdem irgendwie schade, dass wir keine Zeit hatten für eine Wandertour bei Sonnenaufgang auf den Vulkan.
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Auch einen Kaffee-Garten haben wir besucht. Hier gab es den bekannten balinesischen Kaffee „Kopi Luwak“ dessen Bohnen von einem Luwak, dem Fleckenmusang einer Schleichkatzenart, gegessen und wieder ausgeschieden werden – bevor sie dann ganz normal verarbeitet werden... ;-)Das Tierchen ist nachtaktiv und sehr aggressiv, daher haben wir es nicht so nah kennenlernen können. Sein Kaffee hat aber gut geschmeckt, wenn auch die bis zu 1.200 €/Kilo selbstredend völliger Quatsch sind. Aber auch andere exotische Gewächse wie Vanille oder Kakaoschoten, Zimt, Maracuja, ... haben wir hier mal an der echten Pflanze gesehen und erfahren wie sie weiterverarbeitet werden. Am Ende gab es dann eine leckere kostenlose Kaffeedegustation mit 10 verschiedenen Kaffee- und Kakaogetränken (Kaffee mit Ingwer etc.) mit Blick auf tolle Reisterassen – und wie erwähnt natürlich auch eine teure Tasse Kopi Luwar ;-)
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Leider haben wir es trotz des riesigen Angebots an traditionellen Tänzen mit Musik, Feuer und traditionellen Gewändern und Masken in den Tempeln von Ubud nicht geschafft eine solche Vorführung zu besuchen, da diese immer entweder mit dem Abendessen oder der echt balinesischen Massage kollidierten... Den Tanz mussten wir also vertagen -was wir noch bereuen sollten, den in Ubud sahen die Vorführungen wirklich besonders und authentisch aus und die Musik klang abends immer so schön durch die Straßen, dazu aber später mehr.

GILI AIR
Per Minivan und Schnellboot ging es dann von Padang Bai an der Ostküste Balis über die wilde See nach Gili Air!
Sie ist eine von drei putzigen Gilli Inseln vor der Westküste Lomboks, der Nachbarinsel von Bali, die ebenfalls zu Indonesien gehört. Die Gili Inseln gehören zu Lombok, sind somit nicht hinduistisch sondern muslimisch geprägt, die Ureinwohner und ethische Mehrheit Lomboks sind die Sasaks, deren Essen einige leckere lokale Spezialitäten bot. Gili heißt auf Sasak lustigerweise kleine Insel, also sind die „Gili Islands „mit „Kleine Insel Inseln“ irgendwie lustig benannt ;)

Vorab: Unser 3 oder 4-tägig geplanter Aufenthalt wurde auf eine Woche verlängert da es schlichtweg paradiesisch war!
Auf der Insel gibt es keine motorisierten Verkehrsmittel, nur Pferde-Karren! Etwas anderes wäre aufgrund der fast nur sandigen Wege aber auch gar nicht möglich. Wir hatten trotzdem für die ganze Zeit Fahrräder gemietet und uns tapfer durch den Sand gekämpft. So konnten wir quer durchs Inselinnere wo die Einheimischen wohnen. Da die wenigen Wege dort immer plötzlich endeten sind wir meist quer durch die Grundstücke, Felder und Wiesen gefahren, sie haben sich aber immer über Besuch gefreut ;-) Auch konnten wir so abends auf die andere Inselseite fahren und an verlassenen Stränden den Sonnenuntergang mit der Silhouette des heiligen Gunung Agung auf Bali im Hintergrund anzuschauen, in einer gemütlichen Bar mit den typischen Bambus-Stelzen-Hüttchen in denen man auf unzähligen gemütlichen Kissen rund um einen Tisch sitzt.
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Wir hatten auf Gili Air einen wunderschönen Lumbung, so heißen dort die strohbedeckten Bungalows. Zum Frühstück radelten wir 5 Minuten in die „Chill Out Bar“ und hatten hier jeden morgen direkt am Strand das beste Frühstück der gesamten Reise – wir konnten so tolle Sachen auswählen, dass wir satt bis Nachmittags und vollgepumpt mit Vitaminen waren und schon am zweiten Tag kannten der wirklich herzliche Kellner unser Wunschmenü :-)
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Da alles außer das Leben der Inselbewohner direkt am Wasser entlang gebaut wurde - die „Hauptstraße“, die Bungalows, die Bars und Restaurants – war man wirklich den ganzen Tag am Meer, schön! Alle Seiten der kleinen Insel waren allerdings ganz unterschiedlich. So konnte man Bars und gemächlichen Trubel auf der Sonnenaufgangsseite haben und ganz verlassene Strände auf der Sonnenuntergangsseite. Im Inselinneren hingegen waren wir mit unseren Rädern die einzigen Touris. Gili Air ist die Gili Insel mit der größten Einheimischen Bevölkerung. So gab es hier z.B. auch eine Moschee – deren Gebetsgesang uns jeden morgen und beim Nachmittagsschläfchen kurz vor Sonnenuntergang weckte. Es gibt nur wenige Mini-Kioske, keinen richtigen Laden, an manchen Tagen gab es Internet an manchen nicht, an einem Abend gab es ständig Stromausfall, an vielen Nächten gab es Strandparties.
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Die tollste Aktivität auf der Insel: Schnorcheln, direkt vor der Bar, die ganze Küste entlang. 2 Meter ins klare türkisfarbene Wasser rein, abtauchen und schon waren wir umgeben von den buntesten Fischen die über leuchtenden Korallen schwammen, alles glitzerte durch die Sonnenstrahlen. Es war wunderschön! Am zweiten Tag haben wir auch tatsächlich direkt eine riesige Meeresschildkröte entdeckt – ohne Bootsausfahrt, ohne Tauchen, ohne Guide. Toll, wir waren wirklich begeistert wie viel man auf eigene Faust in der Unterwasserwelt entdecken konnte, wir dachten immer das man dazu Tauchen gehen und weit rausfahren müsste. Das hieß also täglich – am besten das erste Mal direkt nach dem Aufstehen, vor dem Frühstück als das Wasser noch ganz glatt und ruhig war – Flossen und Schnorchelkram an und ab ins wasser, sich einfach ein bisschen die Küste entlang über eine Bilderbuchlandschaft von Korallen und Fischen treiben lassen und direkt vor unserer Frühstücksbar „aussteigen“ und sich von der Sonne beim Frühstücken trocknen lassen!
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Trotzdem haben wir an einem Tag dann noch einen Schnorcheltrip unternommen – hauptsächlich um auch etwas von den anderen Inseln zu sehen. So haben wir noch mehr Schildkröten gesehen, eine schwamm ein paar Minuten direkt neben mir her, das war wirklich „hautnah“.
Dabei haben wir auch die kleinste und angeblich untouristischste Insel Gili Meno besucht – auch wunderschön und mit breiterem Strand – aber natürlich auch weniger Bar- und Restaurantauswahl ;-)
Wir haben also für unseren Geschmack mit Gili Air genau die richtige Wahl getroffen – das Mittelding zwischen Partyinsel für junge Aussies (Gili Trawangan)und einsamer Pärchen-Insel (Gili Meno).

Ein weiterer Pluspunkt von Gili Air war das gute Essen. Neben dem tollen Frühstück war auch das restliche Essen lecker, wenn auch oft ziiiemlich chillihaltig und auf Dauer etwas einseitig: Lokale Spezialitäten wie Gado Gado (lauwarmer Gemüsesalat mit Erdnusssauce), Urap Urap (Gemüse-Reis mit Kokosraspeln), Tempe (knusprige Tofuart) und natürlich Satespiesschen (die sie leider sehr verkohlt essen) - und natürlich fangfrischen Fisch vom Grill: die Auswahl war atemberaubend –die Bars haben abends ihr Fang gut auf Tischen ausgebreitet und präsentiert und man wählte sich – ganz nach Geschmack, Hunger und Geldbeutel - den Fisch, Spieß, Filet, Schaltentier direkt aus und bekam ihn dann ein paar Minuten später frisch vom Grill serviert. Das frische Thunfischsteak hat natürlich göttlich geschmeckt, war quasi frisch aus dem Meer, hat vielleicht 4 Euro mit verschiedensten Beilagen gekostet – und 2 Leute satt gemacht!!
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Zu diesem leckeren Abendessen hatten wir ein paar mal ganz tolle magische Mondaufgänge: man sitzt am Wasser mit Blick auf Lombok und hinter dem rießigen Gunung Rinjani Vulkan auf Lombok steigt langsam der anfangs glutorangene Ball hoch.
Und natürlich: wir haben uns auch eine traditionelle balinesische Massage aus dem Bilderbuch gegönnt – Meeresrauschen im Hintergrund, Frangipaniblümchen, frische Meeresbrise zum Balkon herein... Aber mal ehrlich - auch wenn wir hier eigentlich ja nicht auf Bali waren... ;-) - wo wenn nicht hier?
So haben wir die Tage hier sehr gechillt verbracht, außer Schnorcheln und ein paar Meter radeln hingen wir einfach seeeehr gemütlich ab – ob beim
Frühstück am Strand, der Verdauungsrunde auf der Sonnenliege danach oder beim Nachmittagssnack in einem Bambus-Kissen-Häuschen, beim Mittagsschlaf oder beim Sundowner wieder in einer der unzähligen netten Bars.
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KUTA...
Eines stand für uns von Anfang an fest: unter keinen Umständen möchten wir nach Kuta. Und wo verbrachten wir unsere letzten 2 Tage auf Bali? Richtig: in Kuta!
Gründe waren, dass wir nochmal an den Strand wollten, dass wir in eine Surfgegend wollten, dass wir nicht Stunden weitweg vom Flughafen sein wollten und dass wir gerne den traditionellen Kecak-Tanz zum Sonnenuntergang am Uluwatu Tempel auf einer Steilklippe am südlichsten Zipfel von Bali anschauen wollten... und so landeten wir doch tatsächlich im schrecklichen Kuta, der Touristenhochburg Balis. Nunja, so schrecklich war der Ort an sich gar nicht – wenn man wie wir mit dem schlimmsten rechnet ;) Schlimm war der Aufenthalt hier nur weil unser Hotel eine Katastrophe war (Nachtbaustelle mit Presslufthammer und Flutscheinwerfern) und die eigentlich schöne Tanzvorführung ein mächtiger Touriflop war achja, und netterweise war es auch ständig bewölkt und leider kein Bade- oder Surfwetter. Und dass man zwischen Pizza, Sushi, Burger & Co fast vergeblich nach indonesischem Essen suchen musste versteht sich bei der Masse und Art der Kuta-Touris von selbst...
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Mit vielen balinesischen Spaprodukten und ganz feinem indonesischen Vanillepuder im Gepäck ging es nach Bezahlung einer Ausreisegebühr (frech, wir mussten schon bei Ankunft ganz schön viel hinlegen!) ab nach Bangkok!

Eingestellt von Sondi 23.12.2012 09:11 Archiviert in Indonesien

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